| Spukgeschichten | Gesichter der Toten? | |
|
Der Friedhof der Namenlosen Nicht erst seit dem Film "Before Sunrise" gilt der wildromantische Friedhof beim Alberner Hafen in Simmering als ganz besonderer Platz. Über hundert Jahre lang wurden hier die von der Donau angespülten Leichen Ertrunkener begraben. Viele von ihnen blieben unbekannt, namenlos. Verbürgt ist eine seltsame Geschichte aus den 30er-Jahren. Sie handelt von einem Ring, einem Versprechen und von Liebe, die den Tod überdauert. |
|
|
|
Der Heiratsvermittler "Tischerlrücken" hat wohl jeder einmal probiert. Manche erhalten so offenbar Botschaften aus dem Jenseits. Bei einem jungen Wiener Pärchen meldete sich "Franz". Über hundert Jahre nach seinem Tod wurde er zu ihrem Mitbewohner und ist nicht ganz unschuldig daran, dass die beiden heute verheiratet sind. |
||
|
Rendezvous mit der Kaiserin 1899 wurde die schöne Sisi in Genf von einem Anarchisten mit einer Nagelfeile erstochen. Sie befand sich auf einer ihrer zahllosen Reisen, durch die sie dem Wiener Hof zu entfliehen versuchte. Besonders Schloss Schönbrunn hat sie immer als "goldenen Käfig" empfunden. Berichte weisen darauf hin, dass ihr die endgültige Flucht auch nach ihrem Tod nicht gelungen ist. |
||
|
Spukhäuser Die Schatten der Leopoldstadt In einem Haus im 2. Bezirk schweben Gegenstände durch den Raum, Türen öffnen sich von selbst, und etwas Unsichtbares marschiert geräuschvoll durch den Dachboden. Ein Kind musste in psychologische Behandlung, sogar die Polizei hat man schon zu Hilfe gerufen. Die jüdischen Vormieter wurden einst deportiert. Sind es ihre Seelen, die keine Ruhe finden? Auf Grund unseres Berichts interessierte sich auch der ORF für diesen Fall, und die Hausbesitzerin Gerda S. erzählte in der TV-Show „Vera“ von den sonderbaren Vorfällen. Sperrstund’ is Geisterstund’ Die ehemalige Pächterin berichtete von unheimlichen Ereignissen im Keller ihres Pubs in Mariahilf. Dies brachte uns auf die Spur eines weltbekannten Möbelfabrikanten zur Zeit Kaiser Franz Josephs. Teile seiner Fabrik sind heute ein Bierlokal samt Weißer Frau und einer seltsamen Erscheinung in einem alten Spiegel. Letztere nennen die Wirte "den Schwarzen". My Home is your Castle Karen stammt aus England und lebt seit vielen Jahren im 5. Bezirk. In ihrer alten Heimat stehen die Menschen Gespenstern sehr offen gegenüber und sind stolz auf ihre Hausgeister. Wendy ist ebenfalls eine „Zuagraste“, auch wenn sie in England begraben liegt. Sie ist Karen nach Wien gefolgt und hier auf den toten Balletttänzer Robert gestoßen. Beide "leben" in Harmonie mit ihren Mitbewohnern aus Fleisch und Blut. Hebbels Winterreise Geboren in Holstein, aufgewachsen in ärmsten Verhältnissen, kam der mittellose Dichter Friedrich Hebbel 1845 nach Wien. Er stand am Abgrund, dachte schon an Selbstmord, da passierte das "Wunder von Wien": Zwei immens reiche Adelige, Bewunderer seiner Arbeit, nahmen ihn unter ihre Fittiche. Er blieb in Wien, wurde zu einem der bedeutendsten Dramatiker des 19. Jahrhunderts und kann sich bis heute nicht von seiner Wohnung im 9. Bezirk lösen. Wien war sein Schicksal, und es hat sich noch immer nicht erfüllt. |
||
|
Moderne Mittler Im Dialog mit den Toten Gibt es ein Leben nach dem Tod? Viele Menschen glauben daran, einige suchen mit Hilfe moderner Technik sogar den Kontakt zu Verstorbenen. Seit 1959 ist das Phänomen der "Tonbandstimmen" bekannt. Im 6. Bezirk trifft sich regelmäßig eine Runde, um mit toten Angehörigen zu kommunizieren. Die Ergebnisse sind erstaunlich. Nicht nur, weil "die Stimmen" in den siebziger Jahren sogar halfen, einige Wiener Mordfälle aufzuklären. Ein Fenster ins Jenseits Christian Reiterer ist Hausmeister im 1. Bezirk. Seine kleine Dienstwohnung nahe dem Stephansdom ist seit vielen Jahren ein Treffpunkt für Prominente. Aber im Gegensatz zu diversen Wiener In-Lokalen, sind Reiterers Gäste alle tot. Was andere mit Tonbandgeräten versuchen, bannt er auf Video. Diese Methode ist seit Anfang der achtziger Jahre heftig umstritten, aber die Resultate sind verblüffend. |
||
|
Die Witwe des Walzerkönigs Johann Strauß Sohn, den Komponisten des Donauwalzers, würden wir heute wohl einen "Superstar" nennen. Seine zweite Ehe mit der um 25 Jahre jüngeren Ernestine Henriette Angelika Dittrich, genannt "Lili", war leidenschaftlich, aber nicht glücklich. Die junge Soubrette hat ihren "Schani" betrogen, die Ehe ging in Brüche. Das Strauß-Palais im 4. Bezirk wurde 1944 durch Bomben völlig zerstört, an seiner Stelle eine moderne Wohnanlage errichtet. Lili Strauß starb 1919, aber im Jahr 2000 brachte ihr Seufzen eine junge Studentin beinahe zur Verzweiflung. |
||
|
Der Dom und der Tod Unzählige Menschen strömen täglich in den Stephansdom, bewundern die dreischiffige Halle, den barocken Hochaltar und viele weitere sakrale Kunstwerke. Vielen ist beim Gang durch die Kathedrale allerdings eines nicht bewusst: Sie befinden sich über einem gigantischen Massengrab. Die Katakomben unter dem Dom sind kein Beispiel für ein pietätvolles Begräbnis – sie beherbergen die Überreste Zehntausender, darunter jene der Pestopfer. Alte Berichte beschwören grauenvolle Bilder, die ein Gang durch die Katakomben heute immer noch erahnen lässt. Und in der Dompfarre, gegenüber dem „Steffl“, erzählt man sich von der unheimlichen Erscheinung eines Priesters im schwarzen Talar. |
||
|
Grenzgänger Der Sechste Sinn Bruce Willis spielt eine Hauptrolle im gleichnamigen, 1999 angelaufenen Film. Haley Joel Osment spielt die andere, nämlich einen Neunjährigen, der von Geistern geplagt wird. Diese suchen seine Nähe, weil er über eine seltene Gabe verfügt: Er kann die Toten sehen, die ruhelosen Seelen, die sich nicht von ihrem irdischen Leben lösen können. Über diese Gabe verfügt offenbar auch Isabella Ambichl-Fischhof aus dem 21. Wiener Bezirk. Sie hat gelernt, mit ihren Fähigkeiten umzugehen und konnte damit schon vielen Menschen helfen. Von der Freiheit der Seelen Peter Hirnschall aus Döbling hat seinen gut bezahlten Job in der Pharmaindustrie an den Nagel gehängt und ist heute ein Medium. Eine seiner Aufgaben ist das "Reinigen" von Orten, das Führen ruheloser Seelen "ins Licht". Hirnschall erzählt nicht nur aus seiner Praxis, sondern liefert auch Antworten auf Urfragen der Menschheit: Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Was ist der Sinnn des Lebens? Ob er Recht hat, werden wir alle einmal erfahren – spätestens nach dem nächsten Tod. |
||
|
Besuch aus dem Orient Mitbringsel aus dem Urlaub können manchmal ungeahnte Folgen haben. Im Basar von Marrakesch entschied sich eine Wiener Antiquitätenhändlerin für eine uralte, schwere Kette aus roten Astkorallen. Zuhause stellte sich heraus, dass sie nicht nur diesen Berberschmuck aus Marokko mitgebracht hatte, sondern mit ihm auch drei Wächter – wollten sich diese überzeugen, ob das Stück bei ihr auch in guten Händen ist? |
||
|
Wiener Parapsychologie Gräfin Wassilko und der Spuk von Talpa Zwar kommt die moderne Parapsychologie aus Großbritannien, aber vor 1938 war auch Wien ein Zentrum dieses Versuchs, unerklärliche Phänomene wissenschaftlich zu untersuchen. Ein Bauernmädchen aus der Bukowina wurde zu Studienzwecken nach Wien geholt, danach als "Poltergeist Girl" weltberühmt. Wer oder was hat dem Mädchen vor hunderten Zeugen Wunden beigebracht und ist dabei unsichtbar geblieben? Dieser Fall ist bestens dokumentiert und begründete die "Österreichische Gesellschaft für Psychische Forschung" – sie existiert bis heute. "Beim Jenseits steigen wir aus" Professor Peter Mulacz gilt als d e r österreichische Experte für Parapsychologie. Im Interview spricht er über seine Skepsis gegenüber der gegenwärtigen Esoterik-Welle und von den zahlreichen Anrufen, die ihn erreichen: "Hilfe, bei mir spukt’s!" |
||
|
Die Elfenflüsterer Die Idee einer beseelten Natur ist so alt wie die Menschheit. Naturgeister, Hüter der Pflanzen und Gewässer, soll es immer noch geben, trotz der ökologischen Probleme und sogar in einer Millionenstadt wie Wien. Das berichten Menschen, die offenbar in der Lage sind, diese feinstofflichen Wesen zu sehen. |
||